Psychotherapie

Systemische Psychotherapie

Systemische Psychotherapie (auch bekannt als „Systemische Familientherapie„) ist eine Psychotherapie-Richtung, die Gesundheit und Krankheit eines Menschen sowie persönliche Lebensqualität im Zusammenhang mit seinen wichtigen Beziehungen und Lebenskonzepten sieht.

Einzel-, Paar-  oder Familientherapie?

Je nach Anliegen wird in der systemischen Therapie in unterschiedlichen „Settings“ gearbeitet: Oft macht es Sinn, sich ein Thema alleine anzuschauen. Manchmal aber ist es besser, im „System“ zu arbeiten: Als Paar, als Familie oder in Kombination mit anderen relevanten Bezugspersonen. Und auch in einer Einzeltherapie sind „Gäste“ immer willkommen, wenn es dem Anliegen dient!

 

Äußere Bühnen…

Systemische Familientherapie erklärt sich am besten mit einer Bühnenmetapher: in welchem Stück wird das Problem erzeugt? Welcher Inhalt erklärt das Geschehen auf der Bühne? Wer spielt aller mit? Wer hat die Hauptrolle? Welche Motive und Absichten haben die ProtagonistInnen? Wird auf der Bühne eher ein Drama oder eine Tragödie verhandelt? Wie könnte man die Dialoge und Szenen ändern, um eine andere Inszenierung hervorzubringen? Welche neue Rolle kann die Hauptfigur einnehmen, um die anderen Mitspieler zu einem neuen, gesünderen Miteinander einzuladen? U.s.w.

…und innere Ensembles

Gleichzeitig gehen wir in der Systemischen Familientherapie auch von einem „inneren Ensemble“ aus: jeder Mensch verfügt über verschiedene Anteile, die in unterschiedlicher Weise zusammenwirken. Unter welchen Umständen treten gewisse Anteile stärker hervor? Welche Glaubenssätze stecken hinter welchem Anteil? Was braucht das innere Ensemble, um in einer bekömmlichen Weise zu interagieren? Wie kann das gesunde, erwachsene Selbst (wieder) die Regie übernehmen?

 

Lösungsorientierte Psychotherapie:

Systemische Familientherapie setzt an den Ressourcen und Kräften der KlientInnen an und ist eher lösungs- als problemorientiert, im Zentrum steht der individuelle Therapieauftrag.
KlientInnen werden nicht „beraten“ oder „interpretiert“.  Gemeinsam mit den KlientInnen wird versucht, Störungen und Symptome mit neuen Lösungen zu versehen und somit ‚auf-zu-lösen‘.

 

Systemische Interventionen:

Systemische Familientherapie orientiert sich zunächst am Dialog, zur Verfügung gestellt werden aber auch vielfältig andere ‚Interventionen‘, wie die Arbeit mit dem Familienbrett, visualisierende und externalisierende Techniken, Rituale, Metaphernarbeit oder „Hausaufgaben“.
Neben systemischen Interventionen integriere ich immer wieder auch Methoden aus der Traumaarbeit, der Hypnotherapie und der Schematherapie.

 

Meine Haltung:

Systemische Familientherapie ist geprägt von einer Haltung des Respekts, von Unvoreingenommenheit und Neutralität und von der Wertschätzung bisheriger Lebensstrategien der KlientInnen. Selbstverständlich gilt auch im Rahmen systemischer Psychotherapie die absolute Verschwiegenheitspflicht.

 

Meine Arbeitsschwerpunkte:

  • Depression – negative und pessimistische Gedanken, Selbstvorwürfe, Schuldgefühle, das Gefühl von Aussichtslosigkeit, Schlafstörungen und Appetitverlust sind die häufigsten Symptome einer Depression
  • Burnout – schlapp, antriebslos, erschöpft, schwach und energielos – wenn alles „zu viel wird“
  • Panikattacken und Angststörungen – Herzrasen, Enge in der Brust, aufsteigende Panik, Zittern, Schwindel, Übelkeit, Schweissausbrüche und sogar das Gefühl, in einer lebensbedrohlichen Situation zu sein
  • Familienkrisen – ein Familienmitglied zeigt deutliche Symptome wie etwa eine Essstörung, eine Depression oder aggressives Verhalten und die gesamte Familiendynamik dreht sich nur noch um das „Problem“
  • Paar- und Ehekonflikte – wenn nur noch gestritten wird  und die Beziehung mehr als Belastung, denn als Freude erlebt wird
  • Lebenskrisen – das Ende einer Beziehung, ein Umzug, Unzufriedenheit im Beruf oder eine Krankheit im nahen Umfeld – es gibt viele Gründe, warum das Leben plötzlich „aus dem Lot“ geraten scheint
  • Essstörungen – Bulimie, Anorexie oder das so genannte „Binge Eating“
  • Psychosomatische Störungen – körperliche Beschwerden, die sich nicht oder nicht ausreichend auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen, wie etwa Müdigkeit und Erschöpfung, Magen-Darm-Beschwerden, Erkrankungen der Haut oder Herz-Kreislauf-Beschwerden.
  • Sexuelle Orientierung – Themen wie Unsicherheit bezüglich der eigenen sexuellen Orientierung, Coming Out, Umgang mit der Familie, etc.
  • Schul- und Studienkrisen – wenn die Abschlussarbeit unüberwindlich scheint, ein Prüfungstermin immer bedrohlicher wird und es wirkt, als ob ein „innerer Saboteur“ am Werk wäre.